Anhängerachsen: Das Fundament für Last und Sicherheit
Alles über Laufachsen, Federungssysteme und Achsentypen
Die Anhängerachse ist das tragende Element Ihres Anhängers. Sie überträgt die Last, sorgt für die Federung und ist die Basis für das gesamte Fahrverhalten und die Bremsanlage. Die Wahl der richtigen Achse ist entscheidend für die zulässige Gesamtmasse (zGG), die Fahrstabilität und die Sicherheit im Straßenverkehr.
Wir bieten einen Überblick über die gängigen Achstypen und worauf Sie beim Kauf achten müssen.
Die gängigen Achstypen
| Achstyp | Beschreibung | Vorteile | Typische Anwendung |
| Gummi-Federachse (Flexiachse) | Achse mit integrierten Gummisträngen, die die Federung übernehmen. Wartungsfrei. | Sehr wartungsarm, kompakt, gute Dämpfung. | PKW-Anhänger bis 3500 kg, Wohnwagen. |
| Drehstabfederachse | Federung erfolgt durch Torsionsstäbe (Drehstäbe) im Achskörper. | Robust, gute Lastverteilung. | Mittlere und schwere Anhänger, ältere Modelle. |
| Blattfederachse | Federung durch flexible Stahl-Blätter (Blattfedern). | Hohe Tragfähigkeit, sehr robust, gut für unebenes Gelände. | Schwerlastanhänger, Baumaschinentransporter, Kipper. |
Schlüsselmerkmale beim Achskauf
Der Kauf einer Ersatz- oder Neubauachse erfordert die genaue Kenntnis folgender Maße und Spezifikationen:
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Tragfähigkeit (Achslast): Die maximale Last, die die Achse tragen darf (z.B. 750 kg, 1350 kg, 2000 kg). Die Achslast muss immer zur Gesamtmasse des Anhängers passen.
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Auflagemaß (A): Der Abstand zwischen den Befestigungspunkten am Anhängerrahmen (Innenmaß). Dies ist das entscheidende Maß für die Montage.
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Gesamtbreite (B) / Spurweite: Die Breite von Radmitte zu Radmitte. Wichtig für die Fahrstabilität und die Einhaltung der gesetzlichen Abmessungen.
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Lochkreis (LK): Das Maß des Radanschlusses (z.B. 4×100, 5×112 oder 5×130). Dieses Maß bestimmt, welche Felgen verwendet werden können.
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Achsentyp (Gebremst/Ungebremst): Ungebremste Achsen sind nur bis 750 kg zGG zulässig. Gebremste Achsen erfordern eine funktionierende Auflaufbremse und Radbremsmechanik.
Die Flexiachse: Der Bestseller
Die Flexiachse (geteilte Halbachsen) ist bei Selbstbauern besonders beliebt, da sie oft im Paar geliefert wird und über einen verstellbaren Bereich (z.B. 900 mm – 1400 mm) verfügt. Dies ermöglicht die exakte Anpassung an den Rahmen und bietet maximale Flexibilität bei der Spurweitenwahl.
Wichtig: Bei geteilten Achsen muss das Auflagemaß am C-Profil oder der Achsaufnahme des Rahmens korrekt eingestellt werden, um die Spurtreue zu gewährleisten.
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